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Gbagbo am Ende, Ouattara gewinnt die Oberhand

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Gbagbo am Ende, Ouattara gewinnt die Oberhand

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Der monatelange Machtkampf in dem westafrikanischen Staat Elfenbeinküste steht offenbar vor einer Entscheidung.

Truppen des im November gewählten Präsidenten Alassane Ouattara griffen in der Wirtschaftsmetropole Abidjan die Residenz des abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo an, ebenso wie das staatliche Fernsehen.

Ouattaras Ministerpräsident Guillaume Soro sagte, Gbagbo sei am Ende. Es könne sich nur noch um Stunden oder wenige Tage handeln.

Ouattaras Anhänger haben den weltweit größten Kakao-Exporthafen San Pedro eingenommen, ebenso wie die Hauptstadt Yamoussoukro und andere Städte. Die Regierung Ouattaras

ordnete die Schließung aller Land-, Luft- und Seegrenzen des Landes an. Außerdem wurde eine nächtliche Ausgangssperre über Abidjan verhängt.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen haben die Kämpfe zwischen den Anhängern von Gbagbo und Ouattara bisher etwa 500 Todesopfer gefordert. Etwa eine Million Menschen sind auf der Flucht.