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Tote bei Protesten in Syrien

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Tote bei Protesten in Syrien

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Bei Protesten gegen das Regime der Baath-Partei und Staatschef Baschar al-Assad sind in Syrien mehrere Menschen getötet worden. Verschiedenen Medienberichten zufolge wurden bei al-Sanamien südlich der Hauptstadt Damaskus vier Menschen erschossen, in Duma seien vier Menschen ums Leben gekommen. Augenzeugen berichten von zahlreichen Verletzten. Auch an diesem Freitag gingen nach dem Gebet in der Moschee wieder Tausende auf die Straße, um bürgerliche Freiheiten und die Achtung der Menschenrechte zu fordern. Die Demonstrationen in der Hauptstadt Damaskus, in Deir al-Sor, Homs, Kamischli, Amuda, Latakia und Daraa wurden von einem massiven Polizeiaufgebot begleitet. In Daraa hätten die Sicherheitskräfte Demonstranten mit Tränengas auseinandergetrieben, hiess es. Präsident Assad hatte am Mittwoch eine Rede vor dem Parlament gehalten, die von der Opposition mit Entsetzen aufgenommen worden war. Er hatte weder die Verantwortung für die Gewalt gegen Demonstranten übernommen, noch demokratische Reformen angekündigt. Am Telefon sprach euronews mit Haytham al-Maleh in Damaskus. Um politische Gefangene freizulassen brauche man kein Komitee, so der Anwalt, ein einfaches Dekret von Assad reiche aus. Und auch der seit 1963 geltende Ausnahmezustand sei gesetzeswidrig verhängt worden. In Damaskus demonstrierten Tausende für das Regime. Über die Proteste der Regimegegner durften Journalisten nicht berichten, die Haupstadt durften sie nicht verlassen.