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Zapatero amtsmüde

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In Spaniens Politik werden die Karten neu gemischt: Der wegen der Wirtschafts- und Schuldenkrise angeschlagene Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero wird bei der

Parlamentswahl in einem Jahr nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren. Vorzeitig zurücktreten will er aber nicht. Zapatero ist 50 Jahre alt.

José Luis Zapatero:
“Als ich im Jahr 2004 zum Ministerpräsidenten gewählt wurde, dachte ich, dass zwei Wahlperioden eine vernünftige Zeit sind, um an der Spitze für das Schicksal des Landes Verantwortung zu tragen -zwei Perioden, acht Jahre, nicht mehr.”

Wegen der schweren Wirtschaftskrise Spaniens und der drastischen Sparmaßnahmen seiner Regierung hat Zapatero stark an Popularität eingebüßt.

Die Arbeitslosigkeit liegt bei rund 20 Prozent – EU-Rekord. In Umfragen liegt seine Sozialistische Arbeiterpartei bis zu 15 Punkte hinter der konservativen Volkspartei.

Zapatero ist der letzte sozialdemokratische Regierungs-Chef eines größeren EU-Landes.

Die besten Chancen auf Zapateros Nachfolge werden Innenminister Alfredo Perez Rubalcaba eingeräumt, seit April 2006 Innenminister im Kabinett Zapatero – und Verteidigungsministerin Carme Chacon.