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Fukushima: Zwei Arbeiter tot, Leck weiter undicht

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Fukushima: Zwei Arbeiter tot, Leck weiter undicht

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Im havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi sind zwei vermisste Arbeiter tot aufgefunden worden. Der AKW-Betreiber Tepco teilte mit, die beiden 21 und 24 Jahre alten Männer seien bei dem Erdbeben und Tsunami am 11. März ums Leben gekommen. Den Angaben zufolge hätten die Männer mehrere Verletzungen erlitten und seien vermutlich an Blutverlust gestorben.

Tepco-Sprecher Kazufumi Suzuki:
“Die beiden wurden seit dem Tag des Tsunami vermisst, sie verschwanden während eines Inspektionsgangs. Am 31. März haben wir ihre Leichen im Keller des Turbinen-Gebäudes gefunden.”

Nach wie vor wird nach der undichten Stelle im Reaktor Fukushima 2 gesucht, aus der verstrahltes Wasser das Meer verseucht – die Messwerte sind 4000mal so hoch wie die zugelassene Obergrenze. Ein Verschluss aus Beton brachte nichts.

In der weiteren Umgebung wächst die Wut der Bevölkerung auf das Missmanagement des Reaktor-Betreibers Tepco: Gemüseproduzenten nehmen den Geigerzähler mit auf den Markt, um ihre Kunden zu überzeugen. Die Fischbranche sieht sich wegen des verstrahlten Meerwassers vor dem Ruin.

Und Demonstranten in Tokio wollen nicht nur den Unfallreaktor in Fukushima loswerden. Sondern auch die anderen 53 Kernreaktoren im Land.