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Libysche Rebellen kämpfen gegen Chaos

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Libysche Rebellen kämpfen gegen Chaos

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Zwei Schritte vor, einen Schritt zurück, manchmal auch zwei oder drei – die libyschen Rebellen kommen kaum vorwärts. Jetzt sollen nach verschiedenen Medienberichten Überläufer aus der Armee und reaktivierte Rentner an die Front, ausgerüstet mit Waffen aus dem Ausland und angeleitet von Militärberatern.
 
Ein irrtümlicher Luft-Angriff von NATO-Militärs auf einen Rebellenkonvoi hatte die Rebellen in der Nacht zum Samstag schockiert: Unerfahrene Freiwilligen-Milizionäre hatten offenbar aus Freude über ihr hörbares Nahen mit Flugabwehrkanonen in den Himmel geschossen. Freudenfeuer kamen in deren professionellen Verhaltensmustern aber nicht vor – sie schossen zurück.
  
Zur Zeit stehen Rebellenpositionen in der Hafenstadt Misrata vor dem Fall – der westliche Vorposten war wochenlang umkämpft. Zijntan steht unter schwerem Beschuß von Gaddafi-Treuen. Die Aufständischen kämpfen weiter um die Kontrolle über die östliche Ölstadt Brega.
  
Seit Beginn der Kämpfe vor sechs Wochen seien bis zu 1000 Menschen ums Leben gekommen, schätzen libysche Ärzte.
 
Ein hoher libyscher Diplomat, Ali Triki, hat sich nach Aegypten abgesetzt, hieß es bei der arabischen Liga. Nach britischen Medienberichten verhandeln rund ein Dutzend weitere Spitzenpolitiker über die Konditionen eines Seitenwechsels.