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Ausländer in Elfenbeinküste in Auffanglager gebracht

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Ausländer in Elfenbeinküste in Auffanglager gebracht

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Französische Soldaten in der Elfenbeinküste haben hunderte Ausländer in Sammellagern bei Abidjan in Sicherheit gebracht. Die meisten von ihnen sind Franzosen. Seit mehreren Tagen umkämpfen Anhänger des früheren Präsidenten Laurent Gbagbo und des international anerkannten Wahlsiegers Alassane Ouattara schon die Wirtschaftsmetropole. Die Französin Cindy entkam nur knapp einer Katastrophe.

Sie seien ins Haus reingekommen und hätten versucht, die Frauen zu vergewaltigen. Glücklicherweise seien ein paar “Nette” dabei gewesen, die die anderen davon abgehalten hätten. Dann hätten die Männer das ganze Haus zerstört. Cindy hat entkommen können. Danach griff die französische Armee ein.

Bei vielen Plünderungen ist unklar, welche Anhänger verantwortlich sind. Um die Ausländer in der Elfenbeinküste besser zu schützen, verstärkte das französische Verteidigungsministerium unterdessen die 1500 Soldaten vor Ort.

Die EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe Kristalina Georgieva appellierte an beide Lager, an Laurent Gbagbo und den gewählten Präsidenten Alassane Outtara, die Zivilisten zu schützen. Sie forderte sie auf, den Weg für humanitäre Hilfe frei zu machen und zu verhindern, dass die Elfenbeinküste noch tiefer in einen Bürgerkrieg hineingezogen werde.

Das französische Militär hat zwar kein Mandat, um die Einheimischen in der Elfenbeinküste zu schützen. Es hat aber das Recht, UN-Truppen abzuschirmen, die ihrerseits die Zivilisten beschützen sollen.