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Elfenbeinküste: Kampf um Abidjan voll entbrannt

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Elfenbeinküste: Kampf um Abidjan voll entbrannt

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Hubschrauber über Abidjan, Panzer in den Straßen der Stadt: Der Kampf um die Wirtschaftsmetropole in der Elfenbeinküste ist voll entbrannt. Die UN und Frankreich haben in das Geschehen eingegriffen und offenbar den Präsidentenpalast, die Residenz und ein Militärlager mit Anhängern des bisherigen Staatschefs Laurent Gbagbo angegriffen.

Gbagbo selbst, der sich seit November weigert, die Macht im Land abzugeben, versammelte seine Anhänger in seiner Residenz – aber seine Stellungen wanken. Berichten zufolge sollen seine Kämpfer in Panik sein. In all den Wirren wurden mindestens zwei Franzosen von Gbagbos Soldaten entführt; das hat das Außenministerium in Paris bestätigt. Bei den Geiseln soll es sich um einen Geschäftsmann und einen Hoteldirektor handeln.

Unterdessen rücken die Truppen des Wahlsiegers Alassane Ouattara immer weiter vor. Ouattaras Hauptquartier ist das Golf Hotel. Die Residenz und der Präsidentenpalast sind noch in Gbagbos Hand. Ouattaras Truppen starteten eine wie sie sagten “Schlussoffensive” gegen Gbagbos Anhänger, Augenzeugen berichteten von heftigen Feuergefechten und dem Einsatz schwerer Artillerie.

Ouattaras designierter Ministerpräsident hatte zuvor erklärt, das seit Tagen umkämpfte Abidjan sei “reif für eine Schnelloffensive”.