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Ermittler finden Air-France-Wrack und Leichen

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Ermittler finden Air-France-Wrack und Leichen

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Knapp zwei Jahre nach dem Absturz eines Air-France-Airbus über dem Atlantik vor Brasilien haben Ermittler jetzt Wrackteile und Leichen am Meeresgrund entdeckt. In Paris zeigten sie aktuelle Unterwasseraufnahmen aus 4000 Metern Tiefe. Nun hoffen die Ermittler, das Unglück, bei dem 228 Menschen starben, aufklären zu können. Der Leiter der französischen Ermittlungsbehörde, Jean-Paul Troadec, sagte: “Die Flugschreiber sind im Flugzeugrumpf, und wir sind zuversichtlich, dass wir sie finden, wenn sie noch im Rumpf sind. Dann ist es leicht, sie zu bergen.” Frankreichs Regierung will eigenen Aussagen nach einen Ansprechpartner für die Hinterbliebenen bereitstellen. Diese sehen einer möglichen Bergung der Toten mit gemischten Gefühlen entgegen. Eine Frau, die bei dem Unglück ihren Verlobten verlor, sagte: “Es wird schmerzhaft sein, wenn sie die Körper bergen. Die vergangenen zwei Jahre über war ich sicher, dass sie auf dem Meeresboden bleiben würden. Das ist also eine neue Phase, es wird sehr schmerzhaft für die Familien aber womöglich wird es uns auch helfen, schneller durch den Trauerprozess zu kommen.” Die Leichen sollen nach Aussagen der Ermittler in den kommenden drei bis vier Wochen geborgen werden. Schon 2009, nach dem Absturz des Airbus A330, hatten Ermittler Wrackteile und Leichen gefunden und geborgen. Spätere Suchaktionen blieben aber erfolglos. Der Airbus war am 1. Juni 2009 auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris in eine Gewitterfront geflogen und dann abgestürzt. Die genaue Ursache für das Desaster ist nach wie vor unklar.