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Türkisches "Lazarettschiff" nach Bengasi

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Türkisches "Lazarettschiff" nach Bengasi

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Die libysche Küstenstadt Misrata ist für die Rebellen zur Falle geworden. Seit 40 Tagen überleben sie zwischen Meer und Gaddafi-Truppen.

Nun kam Hilfe übers Meer. Die Türkei hat die Fähre “Ankara” gschickt, die medizinisches Material in die Stadt bringt und Verletzte in Sicherheit

Ein Verwundeter berichtet von täglichem Beschuß aus Panzerrohren, aber auch von Raketenwerfern.

Die Einwohner würden sich nicht mehr aus den Häusern trauen.

Um so dankbarer sind sie den türkischen Ärzten und Sanitätern. Es fehle in der Stadt an Trinkwasser und Strom, an Medizin und zu essen sei auch nicht mehr genug da, sagt ein anderer Rebell.

Von Misrata fuhr die “Ankara” am Sonntag nach Bengasi. Die türkische Regierung, die schon im Rahmen der NATO-Aktion ihre eigenen Bedingungen stellte, hat als erste auf diese Weise den Rebellen direkte Hilfe zukommen lassen.

Abgesichert wurde der Einsatz für Verletzte und Verwundete durch 10 Jagdbomber “F-6” und zwei Kriegsschiffe.

Die türkische Regierung legt Wert auf die Feststellung, dass der Einsatz der Fähre mit den Gaddafi-Behörden abgesprochen war. So sollte das Risiko vermindert werden. Die Rebellen in Bengasi interessieren sich nicht für diplomatische Hintergründe. Die Sprecherin ihres “Nationalrates”

dankt der türkischen Regierung aus vollem Herzen für die Hilfe und bitte gleichzeitig um weiteren Beistand. wörtlich:“Helfen sie uns, unsere Freiheit zu bekommen. Wir bitten Herrn Erdogan, zum freien libyschen Volk zu halten und nicht zum Regime.”

Zwei Tonnen medizinisches Material hat die Fähre aus der Türkei in die Rebellenhochburgen gebracht,

ein Dutzend Ärzte und Sanitäter haben vor Ort die Menschen versorgt. 250 Verletzte werden zur weiteren Behandlung in die Türkei mitgenommen.