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Weiter Kämpfe in der Elfenbeinküste

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Weiter Kämpfe in der Elfenbeinküste

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Der Kampf um die Macht in der Elfenbeinküste geht weiter. Den Truppen des legal gewählten

Präsidenten Alassane Ouattara ist es nach ihrem Einmarsch in die Wirtschaftsmetropole Abidjan nicht gelungen, die Stadt unter Kontrolle zu bringen.

Französische Truppen und Soldaten der Vereinten Nationen haben ihre Präsenz in den Straßen von Abidjan verstärkt. Auf dem französischen Militär-Stützpunkt Port-Bout in der Nähe des Flughafens haben rund 1600 ausländische

Zivilisten Zuflucht gesucht. Am Sonntag übernahmen französische Soldaten die Kontrolle über den internationalen Flughafen von Abidjan, wie die Militärführung in Paris mitteilte. Ein Sprecher von Laurent Gbagbo, der sich nach wie vor weigert, die Macht abzugeben, bezeichnete die französischen Soldaten in der Elfenbeinküste als “Besatzungsmacht”. Sie hätten kein Mandat, die Vereinten Nationen hätten der französischen Armee nicht erlaubt, den Flughafen eines souveränen Staates zu besetzen. Die Vereinten Nationen schätzen, dass der Machtkampf in der Elfenbeinküste bisher mindestens 500 Todesopfer gefordert hat. Etwa eine Million Menschen sind demnach auf der Flucht. Derzeit dominieren die Truppen Ouattaras das westafrikanische Land weitgehend.