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Elfenbeinküste: Gbagbo steht mit dem Rücken zur Wand

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Elfenbeinküste: Gbagbo steht mit dem Rücken zur Wand

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Der Machtkampf in der Elfenbeinküste scheint kurz vor dem Ende zu stehen. Der abgewählte Präsident Laurent Gbagbo hat sich am Mittwoch mit Familienangehörigen und einigen verbliebenen Getreuen im Bunker unter dem Präsidentenpalast in Abidjan verschanzt. Truppen des gewählten Staatschefs Alassane Ouattara waren dabei den Bunker zu stürmen, um Gbagbo festzunehmen. Augenzeugen berichteten von schweren Explosionen und Schüssen im Gebiet rund um den Präsidentenpalast.

Zuvor hatte es so ausgesehen, als wolle Gbagbo einlenken – aber Berichte, wonach er um den Schutz der Vereinten Nationen angesucht habe, wurden später dementiert. Nun steht Gbagbo mit dem Rücken zur Wand: Ouattara und seine Truppen kontrollieren die Wirtschaftsmetropole Abidjan und den Rest des Landes. Der monatelange Machtkampf hat das Land zermürbt, Truppen der Vereinten Nationen und Frankreichs griffen ein, um die Zivilbevölkerung zu schützen. Frankreich hat bereits angekündigt, notfalls weiter militärischen Druck auf Gbagbo auszuüben, um ihn zur Aufgabe zu bewegen. Ein französischer General meinte, das Ende der Ära Gbagbo sei nur mehr eine Frage von Stunden.