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Eurozone vor der Zinswende

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Eurozone vor der Zinswende

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In der Eurozone sind die Zeiten des extrem billigen Geldes womöglich schon an diesem Donnerstag vorbei. Die Europäische Zentralbank dürfte dann die geldpolitische Wende einläuten und Leitzinsen erhöhen. Darauf lassen die jüngsten Äusserungen von Ratsmitgliedern schliessen.

Volkswirte erwarten eine Erhöhung um einen Viertelprozentpunkt auf 1,25 Prozent. Ein Schritt, der für die Pleite-Kandidaten von Portugal bis Griechenland noch höhere Belastungen bedeutet, für den Wachstumsmotor Deutschland dagegen überfällig ist. Positive Effekte für Sparer müssen indes abgewartet werden.

Der Hauptgrund für die EZB jetzt zu handeln, ist die Inflationsgefahr. Die Teuerung zieht seit Monaten unaufhörlich an – angetrieben von explodierenden Preisen für Lebensmittel und Kraftstoffe. Im März lag die Inflation in der Eurozone bei 2,6 Prozent und damit klar über der EZB-Warnschwelle von zwei Prozent.