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Gbagbo will nicht aufgeben

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Gbagbo will nicht aufgeben

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Laurent Gbagbo lehnt es ab, auf des Präsidentenamt in der Elfenbeinküste zu verzichten. In einem Telefon-Interview mit dem französischen Rundfunksender LCI sagte Gbagbo, er sei auch nicht verhandlungsbereit. Den französischen Außenminister Alain Juppe beeindruckt das nicht: “Ich hoffe, dass er schnellstmöglichst die Realität akzeptiert und erkennt, dass der einzige legitime Präsident der Elfenbeinküste Alassan Ouattara ist”, erklärte Juppee im französische Staatsfernsehen.

Der international als Wahlsieger anerkannte Alassane Ouattara kann seit Montagnachmittag auch auf die militärische Unterstützung der UN-Einheiten und der französischen Streitkräfte in der Elfenbeinküste bauen.

“Warum sollte er zurücktreten? Präsident Gbagbo ist Präsident eines Landes, das von Frankreich angegriffen wird, das am Montag entschieden hat, sowohl strategische als auch zivile Ziele anzugreifen. Zu so einem Zeitpunkt verlässt ein Kapitän das Schiff nicht”, wies Gbagbos Berater Toussaint Alain die französischen Forderungen zurück.

Ouattaras Truppen haben Gbagbo und seine letzten Getreuen inzwischen nach blutigen Kämpfen in der Präsidentenresidenz in Abdijan eingekesselt. Europäische Union und Afrikanische Union stellen sich auf einen baldigen Machtwechsel ein.