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Griechenland - die Schulden wachsen, "Haarschnitt" droht

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Griechenland - die Schulden wachsen, "Haarschnitt" droht

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Buchprüfung in Athen: Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Europäischen Zentralbank
(EZB) und der EU-Kommission haben sich die Aussichten für den griechischen Haushalt zeigen lassen.
 
Nur wenn sie grünes Licht geben, kann Athen mit der mittlerweile fünften Tranche an Finanzspritzen rechnen. Bis Mitte Juni erwarten die Griechen Unterstützung in Höhe von knapp 9 Milliarden
Euro von den Euroländern und 3,3 Milliarden vom IWF.
 
Aus Protest gegen Arbeitsplatzverluste und ein drohendes neues Sparpaket versuchten Demonstranten, das Büro des Athener Bürgermeisters zu stürmen.
 
Im vergangenen Jahr soll die
Staatsverschuldung auf 10,6 Prozent der Wirtschaftsleistung gestiegen sein. Bislang ging man in Athen von bis zu 9,5 Prozent aus – angepeilt sind dieses Jahr 7,4 Prozent.
 
Das könnte auch eine schmerzhafte Umschuldung des Landes bedeuten, in Finanzkreisen Haarschnitt genannt.
 
IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn will das vermeiden. Voraussetzung sei aber mehr Führungsstärke in Europa.
 
Griechenland bekommt seit knapp einem Jahr Kredite der Euro-Partner und des IWF
bisher 50 Milliarden Euro.