Eilmeldung

Eilmeldung

Kein Frieden für die Elfenbeinküste: Gbagbo will nicht aufgeben

Sie lesen gerade:

Kein Frieden für die Elfenbeinküste: Gbagbo will nicht aufgeben

Schriftgrösse Aa Aa

Der Machtkampf in der Elfenbeinküste scheint kein Ende zu nehmen. Der abgewählte Präsident Laurent Gbagbo hat sich mit seinen verbliebenen Getreuen im Präsidentenbunker in Abidjan verschanzt. Truppen des gewählten Staatschefs Alassane Ouattara griffen das Gelände an, die Verteidiger leisteten jedoch erbitterten Widerstand. Ouattaras Anhänger gaben sich dennoch siegessicher. Man werde Gbagbo auf jeden Fall aus dem Bunker holen, hieß es.

Gbagbos Unterstützer behaupteten, es gebe Mordpläne gegen den ehemaligen Staatschef. Eine Sprecherin Ouattaras widersprach diesen Vermutungen. “Alassane Ouattara hat angeordnet, Gabgbo lebendig gefgangenzunehmen”, sagte sie. “Aber er will ihn nicht straflos davonkommen lassen. Er hat gesagt, unter seiner Regierung werde es keine Straflosigkeit geben, alle, die Gewaltverbrechen begehen, sollen verhaftet, verurteilt und bestraft werden.”

Unterstützt werden Ouattaras Truppen von den Vereinten Nationen und Frankreich, die eingriffen, um die Zivilbevölkerung zu schützen. Paris kündigte zudem an, weiter Druck auf Gbagbo auszuüben, Außenminister Alain Juppé warf dem abgewählten Staatschef Starrköpfigkeit vor. Bislang jedoch scheiterten alle Bemühungen, Gbagbo zur Aufgabe und zum Gang ins Exil zu bewegen. Gbagbo weigerte sich, schriftlich auf seinen Machtanspruch zu verzichten. Er will stattdessen mit seinem Rivalen Ouattara direkt verhandeln.