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Libyen: Treibstoff gibt es fast nur noch unterirdisch

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Libyen: Treibstoff gibt es fast nur noch unterirdisch

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Treibstoff ist Mangelware. Lange Warteschlangen vor wenigen offenen Tankstellen – das sind Bilder aus einem Erdöl produzierenden Land, Mitglied der OPEC – Libyen.

In der Stadt Adschdabiya ist nur noch eine einzige Tankstelle geöffnet, in anderen Städten sieht es nicht besser aus.

Für die Rebellen eine Frage des Überlebens – sie sind oft in Privatautos oder Pickups unterwegs.

Ein Autofahrer:

“Kein Benzin ? Die sind doch alle weg wegen der Kämpfe. Adschdabiya wird seit Wochen angegriffen.”

Bis vor kurzem machte die Ölindustrie mehr als zwei Drittel der Wirtschaftsleistung aus – täglich wurden rund 1,6 Millionen Barrel gefördert.

Mustafa Bag, euronews:

“Im ölreichen Libyen herrscht Benzinmangel. Seit gekämpft wird, ist die Ölförderung vollständig unterbrochen, es ist fast unmöglich, Benzin zu finden.”

Die meisten der Raffinerie-Arbeiter waren in anderen Ländern angeheuert worden – sie flohen nach den ersten Gefechten in ihre Heimatländer. Und viele der Ingenieure aus Libyen schlossen sich den Rebellen an.

Selbst in Friedenszeiten hatte Libyen die Hälfte des benötigten Sprits importiert – mangels Raffinerie-Kapazitäten.

Jetzt sollen die Exporte wieder anlaufen – aus Häfen, die die Rebellen kontrollieren. Sie haben die UNO gebeten, sie zu unterstützen. Am Dienstag legte ein Tanker unter liberianischer Flagge in Marsa el-Brega an. Katar werde das Öl raffinieren, so die Rebellen.