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Libyscher Rebellenführer enttäuscht von NATO


Libyen

Libyscher Rebellenführer enttäuscht von NATO

In vielen Städten Libyens verschärft sich die Lage immer weiter – so auch in Misrata das noch von den Rebellen gehalten, aber seit Wochen von Regierungstruppen belagert wird. Jetzt warf der Militärführer der Rebellen, Abdel Fattah Junis, der NATO vor, zu wenig für die Einwohner Misratas zu tun. Er sagte: “Die NATO hat uns nicht gegeben was wir brauchen. Wenn die NATO Misrata befreien wollte, hätte sie das schon zuvor tun können. Wir wollen nicht bomben, um keine Zivilisten zu töten. Wenn die NATO noch eine Woche wartet, ist Misrata am Ende, dann gibt es hier keine Zivilisten mehr, die Einwohner sterben und die internationale Gemeinschaft wäre schuld an solch einem Verbrechen.” Die Nato, so Junis weiter, bombardiere oftmals zu spät und wenn, dann gehe sie nicht entschieden genug vor. Von einem Kontakt der Rebellen zur NATO bis zum Luftangriff dauere es bis zu acht Stunden. Junis forderte, dies müsse sich ändern. Andernfalls werde er den Übergangsrat der Aufständischen darum bitten, sich an den Sicherheitsrat der UN zu wenden. Junis ist der frühere Innenminister unter Machthaber Muammar al-Gaddafi. er war zu den Rebellen übergelaufen.

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