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Schweres Leck in Fukushima offenbar endlich abgedichtet


Japan

Schweres Leck in Fukushima offenbar endlich abgedichtet

Das schwere Leck im Kernkraftwerk Fukushima ist offenbar abgedichtet. In den Kanalschacht wurde demnach ein Mittel aus Flüssigglas und Härtungsmittel gegossen. Zuvor waren mehrere Versuche gescheitert – ob mit Sägespänen zum Aufsaugen oder mit Beton zum Abdichten.

Um die Gefahr neuer Lecks einzudämmen, erwägt der Betreiber, die Abwässerzugänge mit Stahlplatten zu versperren. Eine weitere Maßnahme wäre das Spannen von Barrieren im Meer, wie sie sonst für Öllecks benutzt werden. Das verseuchte Wasser stammt allem Anschein nach aus dem Turbinengebäude des Reaktors 2.

Nach der Abdichtung kommt nun vorerst keine schwere Strahlung mehr ins Meer. Schwach verstrahltes Wasser aus der Reaktorkühlung muss dagegen sogar in großen Mengen abgeleitet werden, weil es im Kraftwerk dafür gar keinen Platz gibt.

Der Fischfang in den betroffenen Gebieten ist durch die Strahlung ohnehin schon tot. Das meiste hier komme jetzt aus anderen Gegenden, sagt ein Fischhändler auf dem Markt in Tokio; aus dem Westen und von der Nordinsel Hokkaido.

Schon durch die Flutwelle sind die Fischer in Japans Nordosten schwer getroffen worden. Gegen die radioaktive Strahlung können sie jetzt aber überhaupt nichts mehr ausrichten.

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