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Elfenbeinküste: Frankreich beschießt Gbagbo-Residenz

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Elfenbeinküste: Frankreich beschießt Gbagbo-Residenz

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Der Machtkampf in der Elfenbeinküste nimmt kein Ende. Französische Truppen haben direkt in die Gefechte eingegriffen und bewaffnete Angreifer daran gehindert, in die französische Botschaft einzudringen. Außerdem beschossen französische Soldaten aus Helikoptern die Residenz des abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo.

Überall in der Wirtschaftsmetropole Abidjan finden sich Spuren der andauernden Kämpfe; zahlreiche Häuser wurden zerstört. Im französischen Parlament verteidigte Außenminister Alain Juppé das Eingreifen Frankreichs.“Die Rückkehr zur Gewalt ist die Folge der Starrsinnigkeit von Laurent Gbagbo”, so Juppé. “Sein Sturz ist unvermeidlich, ich kann nicht sagen, ob es eine Frage von Stunden oder Tagen ist, aber er ist unvermeidlich. Wir streben dann eine Politik des Vergebens und der nationalen Vereinigung an.”

Auch das Personal der ausländischen Vertretungen in Abidjan gerät immer mehr in Bedrängnis. Französische Truppen mussten den japanischen Botschafter und seine Mitarbeiter aus dem Botschaftsgebäude retten, nachdem sich Soldaten mit schweren Waffen auf dem Dach des Hauses postiert hatten. Israel bat Frankreich ebenfalls um Hilfe bei der Evakuierung seines Botschaftspersonals.