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Elfenbeinküste: Verzweiflung bei den Bewohnern von Abidjan

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Elfenbeinküste: Verzweiflung bei den Bewohnern von Abidjan

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Die humanitäre Situation in der Elfenbeinküste spitzt sich zu. Laut den Vereinten Nationen gibt es allein in Abidjan fast eine Million Flüchtlinge. Die UN riefen alle Konfliktparteien auf, die Zivilbevölkerung zu schützen und Helfern sicheren Zugang zu den Bedürftigen zu ermöglichen. Aber in Abidjan ist humanitäre Hilfe wegen der anhaltenden Gefechte kaum möglich.

Ein Bewohner der Stadt schildert die verzweifelte Lage: “Eine humanitäre Krise ist so gut wie sicher. Die Menschen stehen sehr früh am Morgen auf und versuchen, Wasser zu finden, sie haben Kannen dabei und suchen überall nach Wasser. Das ist nicht einfach, nein, das ist nicht einfach. Bald werden wir vier Tage lang kein Wasser gehabt haben.

Zum Glück sind hier keine Babys, keine kleinen Kinder mehr. Man hat so viele Kinder wie möglich aus der Stadt gebracht. Hier sind nur mehr die Erwachsenen. Und wir müssen mit dem auskommen, was wir haben. Wir können nicht duschen, wir vermeiden es, Wasser zu verschwenden. An manchen Orten gibt es noch Wasser, die Menschen benutzen Pumpen, um an Wasser zu kommen, wissen Sie?

Wir warten. Wir hoffen darauf, aus der Stadt gebracht zu werden. Wir haben versucht, die französischen Soldaten anzurufen, aber es gibt kein Netz mehr. Ich bin erstaunt, dass Sie uns erreichen konnten, denn es gibt kein Telefonnetz, kein Internet, keine Verbindungen mehr.

Wir warten. Wir haben hier viele Freunde, die auf eine Fluchtmöglichkeit hoffen. Man weiß einfach nicht, ob die Krise noch schlimmer wird. Wahrscheinlich wird es zu Plünderungen kommen, weil die Menschen Hunger haben.”