Eilmeldung

Eilmeldung

Empörung über Koranverbrennung in USA hält an

Sie lesen gerade:

Empörung über Koranverbrennung in USA hält an

Schriftgrösse Aa Aa

In Afghanistan ist es am Donnerstag erneut zu Protestaktionen gegen die Koranverbrennung eines US-Pastors gekommen. Rund 300 Menschen versammelten sich nach dem Morgengebet vor der Eid-Gah-Moschee in der Hauptstadt Kabul. Seit sieben Tagen halten die Proteste an.

“Wir warnen unsere Regierung, die USA und die UNO, wenn sie solche Aktivitäten nicht stoppen, dann werden wir es nicht bei friedlichen Versammlungen belassen, dann bekommt unsere Regierung und die der USA ein ernstes Problem”, erklärte Ziaullah Schafik von der Afghanischen Gesellschaft für Reform und Entwicklung.

Der radikale Prediger Terry Jones hatte am 20. März in einer Kleinstadt in Florida einen Koran verbrannt. US-Medien hatten zunächst nicht über die Aktion berichtet. Erst als der afghanische Präsident Karzai eine Entschuldigung vom US-Kongress verlangt, war es zu Protesten gekommen, die am vergangenen Freitag in Mazar-i-Scharif und Kandahar in Gewalt umschlugen. Bei den Ausschreitungen in Mazar-i-Scharif wurden 7 UN-Mitarbeiter, bei den in Kandahar zehn Menschen getötet.