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Proteste gegen Drogenkriminalität in Mexiko

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Proteste gegen Drogenkriminalität in Mexiko

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In Mexiko haben die Behörden erneut mehrere Massengräber mit Opfern des Drogenkrieges gefunden. Nach Angaben der Behörden befanden sich in den Gräbern im nördlichen Bundesstaat Tamaulipas die sterblichen Überreste von mindestens 59 Menschen. Sie seien im vergangenen Jahr von Drogenkartellen exekutiert worden. In Mexiko gingen landesweit mehrere tausend Menschen auf die Straße, um gegen die ausufernde Drogenkriminalität zu protestieren. Sie forderten auch den Rücktritt von Präsident Felipe Calderon. “Wir müssen den Regierenden klarmachen, dass wir keinen toten Jungen mehr wollen”, sagt der Journalist Javier Sicilia, Vater eines der Opfer. “Keinen Jungen mehr, der der Korruption, Gewalt und Dummheit zum Opfer fällt. Wir wollen keinen Jungen mehr, der von Drogenschmuggel oder dem organisierten Verbrechen korrumpiert wird.” Für die Demonstranten ist Präsident Calderon mitschuldig an der Entwicklung, weil er den Einsatz der Armee gegendie Drogenkartelle angeordnet hat.

In den vergangenen knapp fünf Jahren sind mindestens 35.000 Menschen im Drogenkrieg getötet worden.