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Rebell werden in zwei Wochen

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Rebell werden in zwei Wochen

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In Bengasi, Sitz des oppositionellen libyschen Übergangsrates, werden Rebellen trainiert. Ehemalige Offiziere der libyschen Armee bilden 3000 Freiwillige aus, von denen die meisten noch nie eine Waffe in der Hand hatten. Die meisten kommen aus Bengasi.
 
Jeden Tag, vormittags  zwischen 9 und 12, geht es auf einem ehemaligen Militärstützpunkt der libyschen Armee zur Sache. An weiteren Freiwilligen sei kein Mangel, sagen sie. 
 
 
Mustafa Bag, euronews:
 
“Diese Freiwilligen-Armee hat sich zu einem zweiwöchigen Intensivkurs verpflichtet, bevor sie gegen Gaddafis Truppen in den Kampf zieht.“ 
 
Je ein Drittel der Männer soll später gegen Gaddafi-Treue kämpfen, sensible Objekte bewachen wie Raffinierien, Banken oder Kontrollpunkte und die Sicherheit der Stadt gewährleisten.  
 
 
Shah Favzi Bukativ kommandiert die sogenannten Shohada- oder Märtyrer-Brigaden:
  
“Wir brauchen Panzer-Abwehrwaffen, wir brauchen  Hubschrauber – weil jetzt Gaddafi-Kommandos hier eindringen.
 
Mit Hubschraubern könnte die Überwachung klappen. Das gilt besonders für die Gegenden, wo Öl und Gas gefördert werden. Wir brauchen sie, dringend.”
 
 
Der Militärführer der libyschen Rebellen, General Abdulfattah Junis, hatte jüngst Waffenlieferungen aus befreundeten Staaten an die Aufständischen bestätigt.
 
Bruderländer sowie freundlich gesonnene Staaten hätten leichte Waffen geliefert - das sei aber nicht genug, sagte er. Junis, Ex-Innenminister Gaddafis, war zu den Rebellen übergelaufen und ist dort jetzt Generalstabschef.