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Ungewöhnliche Schnitzeljagd: US-Künstler versteckt Werke in Berlin

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Ungewöhnliche Schnitzeljagd: US-Künstler versteckt Werke in Berlin

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Bis Ostern dauert es noch eine Weile, aber gesucht werden darf in Berlin schon jetzt, allerdings keine Eier, sondern Kunstwerke. Der amerikanische Maler Greg Haberny hat sich einen besonderen PR-Gag ausgedacht: Eine Woche lang versteckt er seine Kunstwerke in der deutschen Hauptstadt und wer sie findet, darf sie behalten. Und das kann sich lohnen – schließlich werden Habernys Bilder teilweise für rund 10.000 Dollar gehandelt. Das Interesse ist groß, zu Habernys Freude. “Die Leute finden die Werke nicht einfach so”, erklärt er. “Sie warten vor der Galerie und verfolgen uns dann, wie neulich Nacht.”

Früher arbeitete Haberny als Schauspieler und Regisseur – heute hat er sich ganz der Street Art verschrieben. Seine bunten und politisch vielsagenden Bilder sind begehrt. Und so ist Haberny tagsüber kreativ und macht sich in der Nacht ans Ostereier- pardon: Kunstwerkeverstecken. Mit einem Taxi fährt er durch das nächtliche Berlin, auf der Suche nach geeigneten Orten. Hinweise gibt es im Internet – und so sind die Suchenden mitunter schneller als der Künstler.“Das war sehr schnell”, seufzt Haberny, nachdem ihm wieder einmal einige Berliner auf die Schliche gekommen sind, “wir sind nicht einmal zu unserem eigentlichen Ziel gelangt, morgen wird es unmöglich sein…”

Die schräge Aktion läuft noch bis zur Eröffnung von Habernys Ausstellung am Wochenende in der Berliner Galerie Strychnin. Bis 8. Mai können jene, die bei der Schnitzeljagd nicht zum Zug gekommen sind, Habernys Werke dort zumindest bestaunen.