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EU-Finanzminister starten Hilfsverfahren für Portugal

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EU-Finanzminister starten Hilfsverfahren für Portugal

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Im Spaziergang zum Schnellverfahren: Die EU-Finanzminister haben auf ihrem Treffen in Ungarn die Weichen für rasche Kredithilfen an Portugal gestellt. Das ärmste Land Westeuropas kann mit etwa 80 Milliarden Euro rechnen. Das erste Geld könnte schon vor den Neuwahlen Anfang Juni fliessen.

Im Gegenzug kommen auf Portugal noch härtere Sparauflagen zu, wie Finanzminister Fernando Teixeira Dos Santos erklärte. Die EZB und die EU-Kommission würden an der Feststellung der genauen Summe beteiligt. Dies hänge auch davon ab, für wie lange das Land Mittel benötige.

Portugal steht vor einem Haushaltsdefizit von 10,5 Milliarden Euro. Die Neuverschuldung beträgt 97,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, das Wachstum ist negativ. Bei der Arbeitslosigkeit steht das Land im europäischen Mittelfeld.

Der Arbeitsmarkt ist es auch, den Portugal ernsthaft einer Strukturreform unterwerfen muss.

Zusätzlich verlangt die EU von Lissabon, nach dem Vorbild Griechenlands Staatsbesitz zu versilbern.

Spekulationen, Portugals Nachbar Spanien könnte als nächstes in den Strudel der Schuldenkrise geraten, sind nach Einschätzung von Experten unbegründet.