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Japan: Zweites Atomkraftwerk macht Probleme

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Japan: Zweites Atomkraftwerk macht Probleme

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Nach dem erneuten Erdbeben in Japan bereitet nun auch die Atomanlage in Onagawa, rund 100 Kilometer nördlich von Fukushima, Sorgen. Laut dem Betreiber Tohoku Electric sei in allen drei Reaktoren Wasser aus den Becken für die verbrauchten Brennelemente geschwappt. Die Anlage ist seit dem ersten Beben abgeschaltet. Auch andere Teile des Kraftwerks seien beschädigt, allerdings sei keine erhöhte Strahlung gemessen worden. Von der Atomaufsicht NISA hieß es: “Nach unserer Information bestehen nach dem Beben Probleme in der Nähe von zwei der drei Reaktoren.” Die im Wasser gemessene Strahlung liege unter den Grenzwerten, so der NISA-Vize Hidehiko Nishiyama. Das Epizentrum des Nachbebens lag in einer Tiefe von etwa 40 Kilometern in der Präfektur Miyagi, berichtete die US-Erdbebenwarte. Die Stärke des Erdstoßes wurde mit 7,4 auf der Richterskala angegeben. Inzwischen hat sich die Zahl der Todesopfer des Nachbebens auf mindestens vier erhöht, meldet AFP. 140 Menschen wurden verletzt, berichten japanische Medien. Eine Frau sagte: “Einige meiner Familienmitglieder waren vom Tsunami betroffen und mir fiel wieder alles ein, was damals passiert war. Das war wie eine Phobie, wirklich erschreckend.” Der Erdstoß löste zahlreiche Brände aus und verursachte in der Stadt Sendai mehrere Lecks im Gasnetz. Bahnverbindungen wurden unterbrochen, vereinzelt fielen Telefonverbindungen aus. In der Präfektur Miyagi blieben über 8000 Häuser ohne Wasser und Gas.