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Jemens Präsident lehnt Rücktritt weiter ab

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Jemens Präsident lehnt Rücktritt weiter ab

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Obgleich sein Rückhalt schwindet, hält Jemens Präsident Ali Abdullah Salih weiter an der Macht fest. Jetzt lehnte er einen Kompromissvorschlag der arabischen Golfstaaten ab, der unter anderem seinen Rücktritt vorsah. Vor Anhängern sagte Salih in der Hauptstadt Sanaa, der Vorschlag sei eine Einmischung in innere Angelegenheiten des Jemen. Derweil wenden sich Teile von Politik und Armee vom Staatschef ab. Darüber konnten auch die Demonstrationen seiner Anhänger nicht hinwegtäuschen. Ebenfalls in Sanaa gingen Gegner Salihs auf die Straße. Seit Wochen fordern sie seinen Rücktritt sowie demokratische Reformen. Ein Salih-Gegner sagte: “Er hat nichts für das jemenitische Volk getan. Er hat sich nur vollgefressen und Besitztümer angehäuft. Das Volk ist schwach. Manche der Anhänger kämpfen doch bloß darum, ihr tägliches Brot zu bekommen.” Diese Woche hatten Katar, Saudi-Arabien, Kuwait, Oman und Bahrain einen Vorschlag zur Befriedung des Landes unterbreitet. Salih sollte demnach bei einem Rücktritt straffrei ausgehen.