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Rom und Paris suchen Einigung im Flüchtlingsstreit

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Rom und Paris suchen Einigung im Flüchtlingsstreit

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Während im Mittelmeer Patrouillenboote nach Flüchtlingsschiffen Ausschau halten, versuchen Italien und Frankreich, ihren Streit um die Zukunft der Flüchtlinge beizulegen. Rom will tunesischen Flüchtlingen befristete Aufenthaltsgenehmigungen geben, damit sie nach Frankreich weiterreisen können. Paris verschärfte daraufhin die Einreisebedingungen, was nach Ansicht Italiens im Widerspruch zum Schengen-Abkommen steht. Nun suchten die Innenminister beider Länder in Mailand nach einem Kompromiss. Italiens Ressortchef Roberto Maroni erklärte, die befristeten Aufenthaltsgenehmigungen würden Reisefreiheit im Sinne des Schengen-Abkommens gewähren, daher stehe die Vorgangsweise Roms mit Schengen im Einklang.

Unterdessen kommen immer mehr Flüchtlinge nach Italien. Rom schätzt, dass seit Beginn der Unruhewelle in Nordafrika rund 22.000 Menschen hauptsächlich aus Tunesien versucht haben, über Italien nach Europa zu gelangen. In Ventimiglia warten Tausende darauf, nach Frankreich weiterzureisen, aber die Kontrollen sind streng. Rund 700 Migranten sollen bereits wieder nach Italien zurückgeschickt worden sein.