Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Tanz zwischen Himmel und Erde


le mag

Tanz zwischen Himmel und Erde

Mit Unterstützung von

Der betörende Tanz der Apsaras, der himmlischen Nymphen, hat einen ganz besonderen Stellenwert in der Khmer Kultur in Kambodscha. Nach den Jahren des Krieges, des Terrors und der kulturellen Unterdrückung durch die Roten Khmer, in der Musiker und Tänzer verfolgt wurden, ist Apsara heute ein ganz wesentlicher Teil der der kambodschanischen Identitätsfindung. Die Wiederentdeckung der Tanzkunst dient nicht nur der kulturellen Rückbesinnung, sie ist auch eine wichtige Touristenattraktion.

Der Verein für Apsara Kunst war einer der ersten, der sich um die Förderung und Verbreitung der höfischen Tänze bemühte, die im 14. Jahrhundert in den Tempeln von Angkor entstanden.

Wer die komplexe Tanzkunst erlernen will, muss früh anfangen. Allein das Repertoire der Grundausbildung zählt über 4500 verschiedene Positionen. Sie zu erlernen verlangt Disziplin, Ausdauer und große Geschmeidigkeit. Es ist sehr schwierig, eine professionelle Tänzerin zu werden, betont Metry Vong, selbst ehemalige Tänzerin und Co-Direktorin der Tanzschule. “Die Ausbildung dauert neun Jahre. Danach haben die Tänzerinnen die Grundlagen für eine professionelle Karriere.”

Nur wenige Tanzlehrerinnen überlebten das grausame Regime Pol Pots. Sie rekonstruierten das Repertoire und retteten so uralte kambodschanische Mythen, wie die Legende vom Einsiedler Kampu und der Apsara Mera. Kampumera hieß ihr gemeinsames Kind, davon abgeleitet wurde der Name des Landes, Kampuchea, oder Kambodcha.

Metry Vong definiert die Apsara folgendermaßen: “Sie repräsentiert die Nation, sie repräsentiert die Kambodschanerinnen und Frauen ganz allgemein. Denn Frauen in aller Welt sind die Quelle, sie sind die Leitfiguren.”

Auswahl der Redaktion

Nächster Artikel

le mag

Divenduell in Wien