Eilmeldung

Eilmeldung

EU beschließt Militäreinsatz in Libyen

Sie lesen gerade:

EU beschließt Militäreinsatz in Libyen

Schriftgrösse Aa Aa

Die EU hat beschlossen, humanitäre Hilfeinsätze in Libyen künftig auch militärisch abzusichern.

Grund: Trotz der NATO-Luftschläge geraten die von den Rebellen gehaltenen Gebiete regelmäßig unter massiven Beschuss Gaddafi-treuer Truppen.

Wie hier bei Brega kommt es durch die häufigen Vorstöße und taktischen Rückzüge auch immer wieder zu Situationen, in denen die Zivilbevölkerung zwischen die Fronten gerät.

Deshalb will die Europäische Union schon in Kürze mit Soldaten – möglicherweise auch mit Bodentruppen – ihre Hilfseinsätze schützen. In Brüssel erhofft man sich dadurch nicht zuletzt, die Glaubwürdigkeit des Westens widerherzustellen.

Bei den Freitagsgebeten, bei denen man auch der jüngsten Toten gedachte, wurde deutlich, dass die anfängliche Begeisterung der Bevölkerung über das militärische Engagement der NATO mittlerweile einer breiten Ernüchterung platzgemacht hat.

Euronews-Reporter Mustafa Bag vor Ort:

“Auf dem Tahrir-Pletz in Bengasi haben sich tausende Menschen eingefunden, um gemeinsam zu beten. Heut zum ersten Mal, keine ausländischen Flaggen mehr, nur noch libysche Fahnen. Grund dafür ist der versehentliche NATO-Luftangriff. Die Menschen sind wütend, weil dabei Rebellen ums Leben gekommen sind.”

Auch Deutschland, das an der Militäroperation der Nato nicht teilnimmt, hat sich bereiterklärt, Soldaten zum Schutz eines humanitären Einsatzes in Libyen bereitzustellen.