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Japan: "Kan kann kein Krisenmanagement"

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Japan: "Kan kann kein Krisenmanagement"

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Er will der am Boden liegenden Fischindustrie wieder auf die Beine helfen und den Ort Ishinomaki neu aufbauen. Japans angeschlagener Premierminister Naoto Kan sagte bei einem Besuch in der vom Erdbeben und Tsunami verwüsteten Stadt Regierungshilfen für den Nordosten Japans zu. Dabei dürfte er auch die derzeitigen Kommunalwahlen im Kopf haben. Die Aussichten für seine Partei sind ziemlich schlecht, denn Kans Krisenmanagement kommt nicht gut an im Land.

Und schon vor der Katastrophe war er wegen seiner Innen- wie Außenpolitik in die Kritik geraten. Rund 22 000 Soldaten aus Japan und den USA haben derweil eine neue Suchaktion nach Leichen gestartet. Und während die Arbeiten in der Katastrophenzone andauern, suchen Einzelne ihre Häuser in der Evakuierungszone um Fukushima auf.

So auch die Tsunakawas. Der 62-jährige Sadamu Tsunakawa sagte Reportern: “Ich hoffe, dass sie die Nuklearprobleme so bald wie möglich lösen können. Ich hoffe, dass die Arbeiter Erfolg haben werden, damit wir bald nach Hause können. Die Gegend ist zerstört, aber man kann Früchte anbauen. Wann das allerdings geht, weiß ich nicht.” Sie sind nicht gekommen, um zu bleiben.

Nur schnell etwas essen im Schatten der nuklearen Katastrophe, dann werden ein paar Habseligkeiten gepackt und die Familie fährt samt Fisch und Hund wieder davon, zurück ins Notlager, wo sie seit dem Unglück lebt.