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Libyen: Der Kampf um eine Lösung

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Libyen: Der Kampf um eine Lösung

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In Libyen setzen Gaddafi-treue Truppen den Aufständischen weiter zu. Heute beschossen sie die Stadt Adschdabija mit schwerer Artillerie. Der Frontverlauf ist völlig unklar. Klar dagegen ist, dass Gaddafis Leute vom Ölhafen Brega aus weiter nach Osten, in Richtung der Rebellen vorrücken konnten.

Die wiederum versuchen, ihre Kräfte zu sammeln. Sie sagen, zehn von ihnen seien bis dato durch den Beschuss Adschdabijas ums Leben gekommen. Mit ihren vergleichsweise schwachen Waffen und mangelhafter Ausbildung können sich die Rebellen im Kampf mit den Truppen des Machthabers nur schwer behaupten. Unterstützung kam weiter aus der Luft: NATO-Kampfflugzeuge bombardierten wiederholt Munitionslager und Panzer in und um Misrata im Westen des Landes.

Damit will die Militärallianz dazu beitragen, die Belagerung der Stadt durch Gaddafi-Truppen zu beenden. Allerdings heißt es von der NATO, eine militärische Lösung werde es nicht geben. Wie die Lösung aussieht, ist ohnehin völlig unklar.

Die Afrikanische Union (AU) möchte jetzt mit Gaddafi verhandeln. Die Organisation hat sich aber gegen das Ansinnen des Westens und der Rebellen ausgesprochen, dass Gaddafi die Macht abgeben und das Land verlassen müsse. Abgesandte der AU wollen noch heute nach Tripolis, und dann weiter nach Bengasi reisen.