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Stimme aus dem Off: Mubarak meldet sich zu Wort

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Stimme aus dem Off: Mubarak meldet sich zu Wort

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Erstmals seit seinem Sturz hat sich Ägyptens früherer Präsident Hosni Mubarak zu Wort gemeldet. In einer rund achtminütigen Audiobotschaft, die der Fernsehsender Al-Arabija ausstrahlte, wies er Vorwürfe zurück, er besitze Bankkonten, Immobilien oder anderes Vermögen im Ausland.

Er versicherte, er werde die ägyptische Oberstaatsanwaltschaft, die den Anschuldigungen nachgeht, bei den Ermittlungen unterstützen. Die Demokratiebewegung wirft dem gestürzten Machthaber vor, Milliarden-Summen veruntreut und im Ausland angelegt zu haben.

Unterdessen blockieren rund 1000 Demonstranten weiterhin den Tahrirplatz in Kairo. Sie verlangen unter anderem ein Gerichtsverfahren gegen Mubarak, zügige demokratische Reformen und ein striktes Vorgehen gegen Korruption. Die Armee forderte sie auf, den Platz zu räumen – bislang ohne Erfolg. In der Nacht zum Samstag kamen hier bei Auseinandersetzungen mit dem Militär zwei Demonstranten ums Leben.