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IWF sieht Risiken für Weltkonjunktur

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IWF sieht Risiken für Weltkonjunktur

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Der Wachstumsmotor der Weltwirtschaft ist nach der Krise wieder angesprungen, aber noch nicht wieder auf vollen Touren. Das ist die Kernaussage des jüngsten Konjunkturausblicks, den der Internationale Währungsfonds jetzt in Washington veröffentlichte.

Zu den Risiken zählen indes die Sorgenkinder in der Eurozone, der hohe Ölpreis und der riesige Schuldenberg der USA.

Für 2011 rechnet der IWF mit einem globalen Wachstum von 4,4 Prozent, gut einen halben Prozentpunkt weniger als 2010. Die Amerikaner können demnach ihr Niveau von 2,8 Prozent halten, das Wachstum der Eurozone geht leicht auf 1,6 Prozent zurück.

Zu den Hauptrisiken gehören die stark gestiegenen Ölpreise. Sie bedrohen die Weltkonjunktur, sollte es durch Umbrüche in den Förderländern zu Lieferengpässen kommen. Sollten sich die Preise für Rohstoffe wie erwartet wieder beruhigen, rechnet der IWF in den Industriestaaten mit einer Inflation von unter zwei Prozent in diesem Jahr.

In den Schwellenländern könnte die Teuerung hingegen auf sieben Prozent emposchnellen.

Deshalb hebt der IWF gegenüber Ländern wie China mahnend den Finger: Um eine konjunkturelle Überhitzung zu vermeiden, sollte mit höheren Zinsen oder Kapitalkontrollen gegengesteuert werden.