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Libyens Aufständische bleiben dabei - Gaddafi soll gehen

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Libyens Aufständische bleiben dabei - Gaddafi soll gehen

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Die libyschen Aufständischen haben den Friedensplan der Afrikanischen Union abgelehnt. Er erfülle nicht ihre zentrale Bedingung, den Rücktritt von Muammar Al-Gaddafi, erklärte der Chef des nationalen Übergangrates bei einer Pressekonferenz in Bengasi.

Derweil versuchten sie weiter, Misrata gegen den Beschuss der Gaddafi-Truppen zu verteidigen – die einzige Stadt, die sie im Westen noch halten. In der Nacht kamen dabei laut Aufständischen fünf Menschen ums Leben.

Gaddafi selbst hatte gestern den Friedensplan der Afrikanischen Union akzeptiert. Der Plan sieht zunächst einen Waffenstillstand und dann Diskussionen über die Forderungen der Aufständischen vor. Den Rücktritt Gaddafis nennt er nicht explizit.

Eine Delegation mit den Präsidenten von Mali, Mauretanien, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo hatte den Plan danach in der Rebellenhochburg Bengasi vorgestellt.

Der Vorschlag der Afrikanischen Union, dass Gaddafi bei einem Waffenstillstand für eine Übergangzeit die Macht an seinen Sohn Saif al-Islam übergibt, stieß auch bei den Außenministern Großbritanniens und Italiens auf Skepsis, die an diesem Montag in London über Libyens Zukunft berieten.