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Libyens Rebellen bleiben dabei - Gaddafi soll gehen

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Libyens Rebellen bleiben dabei - Gaddafi soll gehen

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In Libyen versuchen die Rebellen, Misrata zu verteidigen. Die einzige Stadt, die sie im Westen des Landes noch halten, steht unter heftigem Raketen-Beschuss von Gaddafi-treuen Truppen. In der Nacht sind dabei nach Angaben von Rebellen fünf Menschen ums Leben gekommen und 20 verletzt worden. Augenzeugen berichten von einer großen Explosion.

Die NATO hatte am Wochenende ihre Angriffe auf Gaddafi-Truppen verstärkt, um Druck von der belagerten Stadt zu nehmen und um deren Vormarsch im Westen zu bremsen. Dabei zerstörte sie nach eigenen Angaben 25 Panzer. Nahe Adschdabija habe man einen Angriff der Gaddafi-treuen gestoppt.

Libyens Machthaber Mummar al-Gaddafi hatte gestern einen Friedensplan der Afrikanischen Union (AU) akzeptiert – er beginnt mit einem Waffenstillstand und sieht Diskussionen über die Forderungen der Aufständischen vor. Vertreter der Rebellen in Bengasi haben eine Prüfung des Plans zugesagt, man halte aber an der Forderung fest, dass Gaddafi seine 41jährige Herrschaft beenden müsse.

Das sieht der Friedensplan der AU nicht explizit vor. “Es gibt nur eine militärische Lösung,” sagte Ahmed al-Bani, Sprecher der Aufständischen. Gaddafi verstehe nur diese Sprache.

Die Präsidenten von Mali, Mauretanien, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo wollen den Plan nun in der Rebellenhochburg Bengasi vorstellen.

Der Präsident von Südafrika, Jacob Zuma, hatte nach dem Treffen mit Gaddafi in der Nacht überraschend seine Abreise angekündigt.