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Peru hat die Wahl zwischen extrem rechts und extrem links


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Peru hat die Wahl zwischen extrem rechts und extrem links

Keiko Fujimori, die rechtskonservative Tochter des wegen Korruption und Menschenrechtsverletzungen im Gefängnis sitzenden Ex-Präsidenten Alberto Fujimori, wird im Juni bei der Stichwahl für das Präsidentenamt gegen den Linksnationalisten Ollanta Humala antreten.

Humala stand schon bald nach der ersten Runde am Sonntag mit über dreißig Prozent der Stimmen als Erstplatzierter fest. Fujimori lag zunächst Kopf an Kopf mit dem gemäßigten Ex-Regierungschef Kuczynski, der aber nach Auszählung von über achtzig Prozent der Stimmen die Stichwahl knapp verpasste. Es war erwartet worden, dass Fujimoris und Humalas Anteile mit Eintreffen der Wahlergebnisse aus den abgelegenen, ärmeren Regionen steigen würden.

Das offizielle Endergebnis wird erst in einigen Tagen erwartet. Das bürgerliche Lager schoss sich letztlich ein Eigentor, indem es gleich drei Kandidaten aufstellte, darunter Ex-Präsident Toledo. Er wertete das Ergebnis als Zeichen der Unzufriedenheit vieler Peruaner, die vom Boom des Landes nicht profitierten. Literaturnobelpreisträger Vargas Llosa bezeichnete schon im Vorfeld die Wahl zwischen zwei Extremen, die nun bleibt, als Wahl zwischen “Aids und Krebs im Endstadium.”

Auch bei der parallel stattfindenden Parlamentswahl erzielten die politischen Vereinigungen Humalas und Fujimoris die meisten Mandate, haben aber

keine Mehrheit.

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