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Streit um Katyn-Inschrift

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Streit um Katyn-Inschrift

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Überschattet vom Streit über eine Denkmalinschrift gedenken am heutigen Montag die Präsidenten Russlands und Polens des Flugzeugabsturzes von Polens Staatschef Lech Kaczynski vor einem Jahr in Smolensk. Die russischen Behörden haben eine Tafel entfernt, auf der das Massaker von Katyn als Völkermord bezeichnet wurde. An ihrer Stelle wurde eine zweisprachige Inschrift angebracht, in der der Begriff Völkermord nicht auftaucht. Zur Begründung hieß es, die ursprüngliche Inschrift sei nicht genehmigt gewesen und eine russische Übersetzung habe gefehlt.

In Katyn waren 1940 mehrere tausend Polen auf Befehl Stalins getötet worden. Die Maschine mit Präsident Kaczynski, seiner Frau und fast 100 hochrangigen Politikern, Militärs und Geistlichen war am 10. April vergangenen Jahres im dichtem Nebel in Smolensk abgestürzt, keiner der Passagiere überlebte. Die polnische Delegation wollte an einer Gedenkfeier für die Opfer des Massakers von 1940 teilnehmen.