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Wieder schweres Beben in Japan - Regierung weitet Evakuierungszone aus

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Wieder schweres Beben in Japan - Regierung weitet Evakuierungszone aus

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Einen Monat nach dem verheerenden Erdbeben hat ein weiteres heftiges Beben Japan erschüttert. Zunächst wurde eine Stärke von 7,1 gemeldet, später wurde dies auf 6,6 korrigiert. Das Epizentrum lag in der Präfektur Fukushima, die auch im März zu den besonders stark getroffenen gehörte.

Wenige Stunden zuvor, um 14.46 Ortszeit, hatte Japan exakt einen Monat nach der Katastrophe kollektiv zu einer Schweigeminute innegehalten.

Bei dem Beben und dem anschließenden Tsunami am 11. März starben mehr als 13.000 Menschen, mehr als 14.000 werden immer noch vermisst.

Weit über 100.000 Menschen sind weiterhin ohne Strom und fließendes Wasser. Etwa 150.000 Menschen kampieren immer noch in Notunterkünften. Angesichts erhöhter Strahlenwerte um das Atomkraftwerk Fukushima Eins erweiterte die Regierung nun auch noch den Evakuierungsradius dort, der bisher bei zwanzig Kilometern lag.

Im Atommeiler unterbrach das heutige Beben erneut die Stromversorgung, die Kühlung in den kritischen Reaktoren 1 bis 3 fiel fast eine Stunde lang aus. Das Einleiten von Stickstoff, der Wasserstoffexplosionen in den Reaktoren verhindern soll, musste gestoppt werden. Auch das Abpumpen des radioaktiv verseuchten Wassers verzögerte sich.