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Erste Festnahmen nach Minsker Bombenanschlag

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Erste Festnahmen nach Minsker Bombenanschlag

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Nach dem Bombenanschlag auf die Minsker U-Bahn haben die weißrussischen Behörden mehrere Verdächtige festgenommen. Seitens des Innenministeriums hieß es, man fahnde nach zwei Männern, deren Identität bekannt sei. Über Hintergründe der Tat gab es zunächst keine Einzelheiten. Die Generalstaatsanwaltschaft stufte die Explosion als Terroranschlag ein. Der autoritär regierende Präsident Alexander Lukaschenko forderte den Geheimdienst KGB auf, das Land auf der Suche nach den Tätern – so wörtlich – “auf den Kopf zu stellen”. Außerdem ersuchte er Russland um Hilfe. Er habe mit Russlands Präsident gesprochen, so Lukaschenko, leider hätten die Russen viel Erfahrung auf diesem Gebiet. Er forderte die Behörden dazu auf, Kontakt zu ihren russischen Kollegen aufzunehmen und ihnen mitzuteilen, welche Art Hilfe sie benötigen.

Die Zahl der Todesopfer stieg indes auf zwölf, mehr als 200 Menschen wurden verletzt. Der mit

Metallteilen gespickte Sprengsatz mit fünf bis sieben Kilogramm TNT war gestern auf dem Bahnsteig der zentralen Haltestelle Oktjabrskaja in der Nähe von Lukaschenkos Residenz detoniert. Bislang gilt Weißrussland nicht als Ziel von Terroranschlägen.