Eilmeldung

Eilmeldung

Festnahmen nach Anschlag in Minsk

Sie lesen gerade:

Festnahmen nach Anschlag in Minsk

Schriftgrösse Aa Aa

Nach dem Anschlag in der U-Bahn der weißrussischen Haupstadt Minsk sind mehrere Verdächtige festgenommen worden. Nähere Angaben über ihre Identität gab es zunächst nicht. Nach Angaben des Geheimdienstes KGB handelt es sich um Männer mit “nichtslawischen Gesichtszügen”. Die Behörden verschärften indes die Sicherheitsvorkehrungen. Viele Weißrussen befürchten nun, dass der autoritär regierende Präsident Alexander Lukaschenko die Daumenschrauben weiter anzieht. “Ich denke, die Regierenden beschuldigen nun die Opposition, und die Opposition wird sagen, das war eine Provokation des weißrussischen KGB”, sagt der Journalist Pavel Felgenhauer. “Das Ergebnis ist wahrscheinlich, dass wir für einige Zeit nicht sicher wissen werden, wer dahinter steckt.” Die mit Metallteilen gespickte Bombe mit einer Sprengkraft von drei Kilogramm TNT war unter einer Sitzbank auf dem Bahnsteig der Haltestelle Oktjabrskaja in der Nähe einer Residenz Lukaschenkos explodiert. Die Generalstaatsanwaltschaft spricht inzwischen von einem Terroranschlag. Die Zahl der Todesopfer stieg auf zwölf, 150 Menschen wurden verletzt, etwa 40 von ihnen befinden sich noch in kritischem Zustand. Ein islamistischer Anschlag gilt als unwahrscheinlich.