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Gbagbo soll Prozess gemacht werden

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Gbagbo soll Prozess gemacht werden

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Dem abgewählten und entmachteten Präsidenten der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, soll der Prozess gemacht werden. Der international anerkannte Präsident Alassane Ouattara kündigte in einer Fernsehansprache die juristische Aufarbeitung des monatelangen Machtkonflikts an.

Gbagbo hatte sich am Montag nach tagelanger Belagerung in seiner Residenz ergeben. Er und seine Mitarbeiter, die Verbrechen begangen hätten, sollten zur Rechenschaft gezogen werden, hieß es. 

Zugleich versicherte Ouattara, dass für die Sicherheit Gbagbos und dessen Familie gesorgt werde. Gbagbo beschrieb seine Festnahme so: “Als die Kämpfe beendet waren, habe ich ihnen gesagt, sie sollen eine weiße Fahne zeigen.”

Gbagbo wurde nach Angaben eines Ouattara-Sprechers inzwischen aus Abidjan fortgebracht. In Kreisen der Vereinten Nationen hiess es, er werde in den Norden der Elfenbeinküste verlegt, der Hochburg Ouattaras. 

Am Montag abend hatte Gbagbo seine Anhänger in einer kurzen Fernsehansprache aufgefordert, die Kämpfe einzustellen.

Ouattaras Anhänger feierten ihren Sieg trotz der Leichen in den Straßen mit Champagner. Gbagbos Festnahme beendete den seit fünf Monaten andauernden blutigen Machtkonflikt in dem westafrikanischen Land.