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IEA: Hohe Ölpreise bedrohen Weltkonjunktur

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IEA: Hohe Ölpreise bedrohen Weltkonjunktur

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Die hohen Ölpreise stellen nach Meinung der Internationalen Energie-Agentur eine ernsthafte Bedrohung für die globale Konjunkur dar. Die Nachfrage könnte deutlich nachlassen und damit einen wirtschaftlichen Abschwung einleiten, erklärte die IEA in ihrem jüngsten Monatsbericht. Das derzeitige Preisniveau sei nicht vereinbar mit den aktuellen Wachstumserwartungen.

Die IEA wollte allerdings ihre Nachfrageprognose für 2011 zunächst nicht nach unten korrigieren.

Die Preise an den Zapfsäulen der Welt nähern sich derzeit Rekordständen. So kostet der Liter bleifreies Bezin in der Eurozone im Durchschnitt fast 1,54 Euro, Diesel 1,37 Euro. Billiger ist Sprit in den USA, teurer in Großbritannien. Aber auch da tut das Preisniveau den Verbrauchern weh – nicht jedoch in Saudi-Arabien.

Der Präsident des französischen Mineralölverbandes schloss einen Preis von zwei Euro pro Liter Benzin nicht aus. Er riet dringend zu höheren Investitionen in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Ölförderung.

Unterdessen empfahl die US-Investmentbank Goldman Sachs ihren Kunden, nach den Kursgewinnen der vergangenen Wochen jetzt auf sinkende Preise zu setzen. Viele Anleger nahmen daraufhin Gewinne mit und verkauften. Dies ist ein Grund, warum in den USA der Rohölpreis zurück ging – trotz der weiter angespannten Lage im Ölförderland Libyen.