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Japan kommt nicht zur Ruhe: Fukushima-Gefahr auf höchster Stufe

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Japan kommt nicht zur Ruhe: Fukushima-Gefahr auf höchster Stufe

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Der Unfall im japanischen Atomkraftwerk Fukushima steht nun auf einer Stufe mit jenem in Tschernobyl: Die japanische Regierung hob die Gefahr des Störfalls auf die höchste internationale Stufe sieben. Das bedeutet, dass in einem weiten Umfeld um den Atommeiler Gefahren für Gesundheit und Umwelt drohen. Japanische Medien berichteten, dass die Menge der freigesetzten Strahlung jene in Tschernobyl noch übertreffen könnte.

Aber damit nicht genug: Am Morgen erschütterte erneut ein schweres Nachbeben die Unglücksregion. Neue Schäden in der Atomruine dürfte es nicht gegeben haben. Laut dem Betreiber des Kernkraftwerks arbeiten die Pumpen zur Kühlung der Reaktoren weiter. Das Beben mit der Stärke 6,3 war auch in der Hauptstadt Tokio zu spüren. Eine Tsunamiwarnung wurde diesmal nicht herausgegeben. Seit dem ersten Beben vor einem Monat ist Japan von Hunderten teils schweren Nachbeben erschüttert worden.

Die schlechten Nachrichten aus Fukushima und die ständigen Nachbeben verunsichern die Bevölkerung mehr und mehr. “Ich hoffe, dass man die Lage unter Kontrolle bekommt”, sagte eine Frau, “aber es sieht so aus, als gebe es keine Fortschritte, daher fühle ich mich sehr unwohl.” Zugleich wird auch Kritik an der Informationspolitik Tokios laut – diese sei nicht angetan, für Beruhigung zu sorgen, sagten einige Bewohner der Krisenregion. Bereits gestern hatte die Regierung die Sperrzone rund um das Atomkraftwerk ausgeweitet.