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Paris und London kritisieren Libyen-Strategie der NATO

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Paris und London kritisieren Libyen-Strategie der NATO

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Während Frankreich weiterhin von Korsika aus Militäreinsätze in Libyen fliegt, kommt aus Paris und London Kritik an der Strategie der NATO. Der französische Außenminister Alain Juppé erklärte, das Bündnis tue zu wenig, um Gaddafis schwere Waffen zu zerstören. Die NATO habe das Kommando, sie müsse ihre Rolle spielen und verhindern, dass Gaddafi die Bevölkerung weiter bombardiere. Auf die Frage der Journalistin, ob dies denn nicht der Fall sei, sagte Juppé: “Nicht in ausreichendem Maße.”

Unterdessen gehen die Kämpfe in Libyen mit unverminderter Heftigkeit weiter. In der von Gaddafis Truppen belagerten Stadt Misrata versammelten sich Hunderte zu einer Kundgebung für den Machthaber. Humanitäre Hilfe der EU für die Bewohner lehnt das Regime ab. Man werde bewaffnete Zivilisten auf jeden hetzen, der sich Misrata unter einem humanitären Vorwand nähere, hieß es. Die Rebellen verteidigen weiterhin die Stadt Adschdabija und werden von NATO-Truppen unterstützt. Der Vorsitzende des Übergangsrats in Bengasi sagte, ohne die Hilfe der Allianz hätte Gaddafi die Regimegegner bereits ausgelöscht.