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Russland und Polen gedenken Unfalls von Smolensk

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Russland und Polen gedenken Unfalls von Smolensk

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Ein Jahr nach dem Absturz der polnischen Präsidentenmaschine haben in Smolensk am Montag die Präsidenten Polens und Russlands der Opfer gedacht. Bronislaw Komorowski und Dmitri Medwedew berieten außerdem über Wirtschaftskooperation der beiden Staaten sowie über internationale Probleme und besuchten anschließend gemeinsam die Gedenkstätte in Katyn. Medwedew machte deutlich, dass Russland trotz polnischer Kritik an dem im Januar vorgestellten Abschlussbericht zur Flugzeugkatastrophe festhalten werde. “Wir trauern mit Polen. Wir werden alles unternehmen, damit die Ursachen der Katastrophe aufgeklärt werden”, versicherte Medwedew. “Ich kann bestätigen, dass wir beide am schnellstmöglichen Abschluss der Ermittlungen interessiert sind”, betonte Komorowski.

Eine bilaterale Arbeitsgruppe soll nun ein Denkmal für das Unglück von Smolensk entwerfen. Russland hatte einer Gedenkplatte an der Absturzstelle ausgetauscht, weil sie keine russische Übersetzung besaß. Nach polnischer Ansicht störte sich Moskau an der Einstufung des Massakers von Katyn als Völkermord auf der Tafel.