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Erneut Tote bei Demonstrationen im Jemen

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Erneut Tote bei Demonstrationen im Jemen

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Im Jemen sind bei Demonstrationen gegen das Regime von Präsident Ali Abdullah Salih in Aden und Sanaa erneut mindestens zwei Menschen getötet worden. Augenzeugen berichteten, die Armee habe das Feuer auf die Demonstranten in der größten Stadt im Süden des Landes eröffnet.

Zuvor waren bei einem Schusswechsel zwischen Soldaten und der Polizei im Norden der Hauptstadt Sanaa ein Armeeoffizier und ein Polizist getötet worden. Der Zwischenfall ereignete sich an einer Straßensperre bei Armane. Der Befelhshabende der Armee in der Region war im März zu den Salih-Gegnern übergelaufen. Am Montag hatten erneut Gegner des Präsidenten in sechs Provinzen für seinen sofortigen Rücktritt. Die Regierungsgegner fordern seit Anfang Februar den Rücktritt Salihs. Sie hatten gestern einen Vorschlag des Golf-Kooperationsrates abgelehnt, der vorsah, dass der seit 1978 amtierende Staatschef die Macht für eine Übergangszeit an den Vizepräsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi abgibt. Die Opposition fordert, dass Salih sich für die Gewalt gegen Demonstranten vor Gericht verantworten muss.