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Fahndung nach "nicht-slawischen" Bombenleger

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Fahndung nach "nicht-slawischen" Bombenleger

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Nach dem Sprengstoffanschlag auf die Minsker U-Bahn haben die weißrussischen Behörden am Dienstag mehrere Tatverdächtige festgenommen. Außerdem fahnden sie nach einem “27 Jahre alten, kräftigen Mann mit nicht-slawischen Aussehen”. Der mit braunem Mantel und Wollmütze bekleidete Mann hat womöglich den Sprengsatz im U-Bahnhof Oktjabrskaja versteckt.

Über die Motive der Attentäter wird spekuliert: “Wir sind nicht in Tschetschenien und haben auch keine internen Konflikte. Das richtet sich gegen unseren Präsidenten. Er soll bestraft, eingeschüchtert werden”, meint eine Passantin und eine andere findet: “Das ist eine Greueltat. Wenn jemand unsere Regierung hasst, warum tötet er die Menschen? Ich sah, wie ein 13-jähriger starb. Was hat der mit unserer Regierung zu tun?”

Beobachter erwarten, dass die Regierung nun noch härter gegen die Opposition vorgehen wird. Bei der Explosion des mit Metallteilen gespickten Sprengsatzes waren 12 Menschen getötet und über 200 verletzt worden.