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Großes Reinemachen in Brüssel

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Großes Reinemachen in Brüssel

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Die Europäische Kommission hat hohe Strafen wegen illegaler Preisabsprachen gegen zwei Waschmittelhersteller verhängt.

Der anglo-niederländische Konzern Unilever und das amerikanische Unternehmen Procter and Gamble müssen insgesamt 315 Millionen Euro zahlen. Da beide geständig waren, wurden ihre Geldbußen ermäßigt. Die höchste Summe entfällt auf Procter and Gamble mit 211 Millionen Euro.

EU-Wettbewerbskommissar Joaquim Almunia zu Folge fielen die Strafen hoch aus, weil der – so wörtlich – besonders gravierende Charakter der Zuwiderhandlung berücksichtigt wurde.

Die Firmen wollten demnach ihre Marktanteile halten und vereinbarten, die Preise nicht zu senken, auch wenn sie die Verpackungen verkleinerten.

Der deutsche Konzern Henkel, der auch an dem Deal beteiligt war, hatte sich vorher reingewaschen. Er informierte die europäischen Wettbewerbshüter über die illegalen Absprachen.

Preisabsprachen in der EU sind strengstens verboten. Die Kommission kann Unternehmen mit bis zu zehn Prozent ihres Jahresumsatzes bestrafen.