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Japan: Flughafen Sendai wieder eröffnet

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Japan: Flughafen Sendai wieder eröffnet

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Der Kampf gegen den Super-GAU in Japan geht weiter. Arbeiter pumpen fieberhaft verstrahltes Wasser aus dem zerstörten Reaktor Zwei, denn die verseuchte Brühe behindert die Bemühungen, die Reaktoren zu kühlen. Tokio hatte die Strahlengefahr auf die höchste internationale Stufe 7 angehoben. Allerdings schätzt die Internationale Energieagentur die Gefahr nicht so hoch ein wie bei der Tschernobyl-Katastrophe.

Unterdessen hat der rund 100 Kilometer von Fukushima entfernte Flughafen Sendai früher als erwartet den Betrieb wieder aufgenommen. Am Mittwoch morgen landete eine Maschine der Japan Airlines aus Tokio in Sendai. Zwar ist die Infrastruktur noch nicht völlig wiederhergestellt, aber die Wiedereröffnung des Airports ist gerade für die Aufräumarbeiten im Krisengebiet wichtig: Helfer haben es nun leichter, in die Unglücksregion zu gelangen. “Ich bin Psychologin”, erzählte eine junge Frau nach ihrer Ankunft, “und ich hoffe, dass ich den Menschen helfen kann, mit all dem fertigzuwerden.” Eine andere Passagierin ist geschockt: “Ich habe die Bilder im Fernsehen gesehen aber ich konnte mir das Ausmaß der Zerstörung nicht vorstellen, bis ich es selbst aus der Luft gesehen habe.”

Vor einem Monat war der Flughafen Sendai von dem Erdbeben und dem anschließenden Tsunami völlig verwüstet worden. Die Flutwelle hatte Hunderte Autos, Flugzeuge und Häuser auf die Landebahnen gespült und das Terminalgebäude überflutet.